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01.03. 10:49

Glückspielkonzern Flutter verdient operativ deutlich weniger - Viele Probleme


DUBLIN (dpa-AFX) - Der irische Glücksspielkonzern Flutter hat 2021 mit den Folgen von staatlichen Maßnahmen gegen die Bekämpfung von Spielsucht und für den Anbieter ungünstigen Ergebnissen bei Sportereignissen gerungen. Außerdem drückten die Investitionen in den Vereinigten Staaten auf das Ergebnis. Im laufenden Jahr drohen dem Konzern wegen des Kriegs in der Ukraine Umsatzausfälle in zweistelliger Millionenhöhe. An der Börse wurden die Zahlen und die Prognose mit einem heftigen Minus abgestraft. Die Aktie des EuroStoxx-50-Leichtgewichts sackte um bis zu zehn Prozent ab und fiel auf den tiefsten Stand seit Sommer 2020.

Der um Sondereffekte und das US-Geschäft bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei im vergangenen Jahr um elf Prozent auf 1,24 Milliarden Pfund (knapp 1,5 Mrd Euro) gefallen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Dublin mit. Damit lag der Wert am untern Rand der erst im November gesenkten Prognose. Unter dem Strich fiel wegen höherer Abschreibungen, Finanzierungskosten und Steuern ein Verlust von 416 Millionen Pfund nach einem Gewinn von 38 Millionen Pfund im Vorjahr an. Der Umsatz zog dagegen um 15 Prozent auf sechs Milliarden Pfund an.

Flutter sitzt in Dublin und ist der weltgrößte Online-Anbieter von Sport- und Casino-Wetten. Das Unternehmen ist vor allem in Großbritannien, Irland und Australien vertreten, verdient sein Geld aber auch in Kontinentaleuropa und den USA. Flutter war früher unter dem Namen Paddy Power Betfair bekannt. Der Konzern betreibt Glücksspielmarken wie Paddypower, PokerStars, Sky Betting und Betfair./zb/ngu/stk