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27.09. 13:55

KORREKTUR: Glencore will neukaledonische Nickelmine nicht mehr finanzieren


(Berichtigung, Titel angepasst: Ein Verkauf der Anteile ist nicht geplant, Glencore will lediglich die weitere Finanzierung des operativen Geschäfts einstellen. Zudem nach Erhalt der Original-Mitteilung von Glencore weitere Informationen ergänzt.)

ZÜRICH (dpa-AFX) - Der Rohstoffhändler Glencore will das Unternehmen Koniambo Nickel (KNS) nur noch bis Ende Februar 2024 finanzieren. Die Firma befindet sich in Schwierigkeiten.

KNS beschäftigt rund 1350 Mitarbeitende. Das Unternehmen war allerdings nie rentabel und trägt eine enorme Schuldenlast. Glencore hält laut der Meldung 49 Prozent an KNS. Die restlichen 51 Prozent sind in staatlichem Besitz.

Während die Preise für strategische Rohstoffe auf den Weltmärkten in die Höhe schnellen, sind die drei Nickelveredelungsanlagen im französischen Überseegebiet laut einem im August veröffentlichten offiziellen Bericht aufgrund ihrer Produktionskosten und ihrer mangelnden Wettbewerbsfähigkeit in ihrer Existenz bedroht.

"Obwohl bedeutende Fortschritte in Bezug auf Produktivität, Leistung und Zuverlässigkeit erzielt wurden, kämpft KNS weiterhin finanziell und erleidet erhebliche Verluste, was größtenteils auf Faktoren zurückzuführen ist, die sich ihrer Kontrolle entziehen und mit der Kostenstruktur und den Marktbedingungen zusammenhängen", schrieb Glencore in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung.

Darum habe der Konzern "den Verwaltungsrat von KNS darüber informiert, dass er die Geschäfte von KNS nur bis zum 29. Februar 2024 finanzieren wird". Bis dahin werde Glencore "mit KNS und den relevanten Stakeholdern zusammenarbeiten, um Lösungen für die anhaltenden Verluste" der Anlage zu erkunden. Dazu gehöre auch die Suche nach einer alternativen Finanzierungsquelle.

Seit Beginn des Projektes hätten die von Glencore übernommene Xstrata und später Glencore insgesamt 9 Milliarden US-Dollar für die Finanzierung von KNS aufgewendet, hieß es in der Mitteilung weiter.

Glencore geht laut den Angaben aktuell davon aus, dass der Betrieb normal weitergeht. Man setze sich weiterhin dafür ein, dass KNS sicher arbeite, die Produktion maximiere und die Kosten reduzieren. Zudem werde man in den kommenden Monaten weiterhin mit KNS, dem Aktionärspartner und der französischen Regierung zusammenarbeiten. In dieser Zeit wolle man herausfinden, ob die in einem kürzlich veröffentlichten Bericht des französischen Finanzinspektorats Lösungen umgesetzt werden könnten und ob es noch andere Finanzierungsmöglichkeiten für KNS gebe./afp/tv/rw/AWP/men