FRANKFURT (dpa-AFX) - Die andauernden Kampfhandlungen im Nahen Osten haben die weltweiten Börsen auch am Dienstag belasten. Auf Kursverluste an den asiatisch-pazifischen Aktienmärkten folgten neuerliche Einbußen an Europas Märkten. Und auch für die Wall Street und die Nasdaq-Börse werden bereits wieder fallende Kurse prognostiziert. Steigende Öl- und Erdgaspreise nähren Konjunktur- und Inflationsängste. Vieles hängt nun von der Dauer des Krieges ab. Der Dax fiel um 2,2 Prozent und lag mit 24.102 Punkten auf dem niedrigsten Niveau seit Mitte Dezember 2025. Der MDax der mittelgroßen Börsentitel gab um 1,8 Prozent auf 30.302 Zähler nach, vermied aber ein Abrutschen unter die Marke von 30.000 Punkten. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 verlor gut zwei Prozent. Unter den Anlegern geht weiter die Sorge vor einer Energiekrise um. Der Straße von Hormus als Öl- und Gasroute kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. "Je länger die Interventionen anhalten und je weiter sich die Angriffe auf andere Länder in der Region ausweiten, desto höher ist das Risiko, um von einem echten, belastenden Ereignis für die Kapitalmärkte auszugehen", schrieben die NordLB-Experten. Die Commerzbank verwies angesichts steigender Ölpreise auch wieder auf Inflationsrisiken. Im Dax brachen die Aktien von Beiersdorf um 13 Prozent ein auf ein Tief seit Dezember. Der Konsumgüterkonzern rechnet im laufenden Jahr allenfalls mit einem geringen Wachstum. Analysten monierten schwache Prognosen der Hamburger für das erste Quartal und das Gesamtjahr. Die Aktien der Deutschen Börse zählten mit plus 2,2 Prozent zu den wenigen Gewinnern im Dax. Gleich zwei Investmentbanken rieten zum Kauf der Papiere als möglicher Profiteur der starken Marktbewegungen. Für die Aktien von Kion ging es als schwächster Titel im MDax um 4,5 Prozent nach unten. Die Bank Exane BNP strich das Kaufvotum für die Papiere des Herstellers von Logistiktechnik. Die Schaeffler -Aktien brachen nach enttäuschenden Zielvorgaben für das laufende Jahr um fast 17 Prozent ein. Unter dem Strich sorgten 2025 hohe Sonderbelastungen aus dem Konzernumbau mit Stellenstreichungen erneut für rote Zahlen. Die Papiere von SMA Solar schnellten um 9 Prozent nach oben. Analysten monierten zwar einen vorsichtigen Gewinnausblick für das laufende Jahr. Die Investmentbank Jefferies hob die Aktien aber auf "Buy"./bek/mis