AUGSBURG (dpa-AFX) - Der Immobilienvermögensverwalter Patrizia hat im vergangenen Jahr mehr verdient als von Experten erwartet. "Wir haben uns erfolgreich darauf konzentriert, Prozesse zu straffen, die Effizienz zu steigern und damit die Ergebnisqualität zu verbessern", sagte Unternehmenschef Asoka Wöhrmann am Mittwoch nach Börsenschluss laut einer Mitteilung bei der Vorlage vorläufiger Zahlen für 2025. Die Stimmung der Investoren im Immobilienbereich habe sich stabilisiert, und die Infrastrukturmärkte zeigten eine ermutigende Dynamik. Die Aktie legte im frühen Donnerstaghandel um rund 3,7 Prozent zu. 2025 zog das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen im Jahresvergleich um gut 35 Prozent auf 63 Millionen Euro an, wie das SDax -Unternehmen in Augsburg weiter mitteilte. Das habe am Blick auf die Kosten und einer besseren Entwicklung der Investments gelegen. Im neuen Jahr peilt der Vorstand bei dieser Kennzahl 60 bis 75 Millionen Euro an. Die Schätzungen von Analysten für 2025 übertraf Patrizia deutlich, im neuen Jahr rechneten Fachleute bisher mit einem Ergebnis in der unteren Hälfte der Spanne. Der Gewinn erhöhte sich 2025 von 2,4 Millionen im Vorjahr auf 16,4 Millionen Euro. Die Dividende soll um einen Cent auf 36 Cent je Aktie steigen. Das verwaltete Vermögen blieb mit 56,2 Milliarden Euro Ende 2025 nahezu stabil zum Vorjahreswert. Hier geht das Unternehmen nun von einer Spanne von 55 bis 60 Milliarden Euro für Ende 2026 aus. Die Gebühreneinnahmen gingen hingegen vergangenes Jahr um zwei Prozent auf 258,8 Millionen Euro zurück. Den Aufwand konnte Patrizia allerdings noch deutlicher senken. Nach Einschätzung von Analyst Philipp Kaiser vom Analysehaus Warburg lebt die Anlagestory des Unternehmens aktuell vom disziplinierten Kostenmanagement angesichts trägen Wachstums. Kurzfristig fehle es an Impulsen für den Wert./men/mne/stk