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28.05. 11:38

AKTIE IM FOKUS 2: Delivery-Hero-Kurs kommt zurück trotz Uber-Aufstockung


(Neu: Kurs im Minus, Stimmen von Jefferies und Kepler)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien von Delivery Hero zollen am Donnerstag zunächst einmal ihrer Kursverdopplung Tribut. Binnen drei Wochen war der Kurs ausgehend von etwa 20 Euro bis nahe an die 40-Euro-Marke hochgesprungen wegen der Fantasie für eine Übernahme durch den US-Fahrdienstleister Uber. Am Donnerstag ging es aber nun um 3,4 Prozent auf gut 38 Euro bergab. Für einen wirklichen Test der 40-Euro-Marke fehlte der Schwung.

Aus Stimmrechtsmitteilungen ging am Vorabend nach Börsenschluss hervor, dass Uber seine direkte Beteiligung auf 24,99 Prozent ausgebaut hat. Laut Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg verkaufte mit Aspex ein weiterer Großaktionär für knapp unter 40 Euro ein Anteilspaket an Uber. Damit steige die Wahrscheinlichkeit für eine Komplettübernahme, kommentierte John Colantuoni von Jefferies Research.

Die Citigroup-Expertin Monique Pollard glaubte aber am Vorabend schon nicht, dass die Neuigkeiten den Kurs auf dem schon erhöhten Kursniveau nochmals groß bewegen, da die Papiere bereits über allen bisher im Raum stehenden Geboten notierten. Berichten zufolge soll Uber mit einem indikativen Angebot von 38 Euro an große Aktionäre herangetreten sein, nachdem der Konzern zuvor mit einem Angebot von 33 Euro je Aktie auf Delivery Hero zugekommen war.

Unklar bleibt laut Pollard auch, ob und wann Uber durch die Erhöhung der Stimmrechte zu einem offiziellen Übernahmeangebot verpflichtet wird. Nach deutschem Recht wäre dies eigentlich beim Erreichen der 30-Prozent-Schwelle der Fall. Neben den direkt gehaltenen 25 Prozent hat Uber den Mitteilungen zufolge mittels Finanzinstrumenten Zugriff auf nochmals fast 12 Prozent.

Das Analysehaus Kepler geht allerdings davon aus, dass potenzielle Offerten auch über 40 Euro liegen könnten. Delivery Hero sei "in der sehr komfortablen Situation, genau das zu bieten, was Uber sucht", hieß es im Kommentar der Franzosen. Die Voraussetzungen seien perfekt, denn das Unternehmen sei "die letzte verbliebene globale Lieferplattform außerhalb der USA und Asiens, die für eine Konsolidierung infrage kommt"./tih/gl/err/stk