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OHB wird beim Milliarden-Auftrag SatcomBW Stufe 4 wohl dabei sein. Chart-Breakout!

Chart-Tweets Jörg Meyer

Im Januar meldete das Raumfahrtunternehmen OHB (i), dass mit Rheinmetall über ein Joint Venture gesprochen wird. Zusammen wollte man sich auf den Bau des „Starlink für die Bundeswehr“ bewerben. Weitere im Rennen wäre noch Airbus für den Auftrag gewesen, die über Fähigkeiten für die Massenproduktion von Satelliten verfügen. Diese sind notwendig, da 100 Satelliten bereits 2029 im All sein sollen. Mit einem geschätzten Auftragsvolumen von 8 bis 10 Milliarden Euro ist dieses Projekt das größte Raumfahrtvorhaben in der Geschichte der Bundesrepublik.

Schulterschluss der Giganten
Nach Informationen des „Handelsblatts“ – und OHB bestätigte auch in Verhandlungen zu sein - zeichnet sich eine Kooperation ab, die den Wettbewerb im Keim erstickt und die Auftragsvergabe faktisch absichert. Während Rheinmetall ursprünglich eine Mehrheit von 60 Prozent an dem geplanten Joint Venture mit OHB anstrebte, wird das Gemeinschaftsunternehmen laut Insidern nun hälftig (50:50) aufgeteilt. In einem zweiten Schritt strebt dieses Duo eine enge Kooperation mit Airbus Defence and Space an, anstatt gegeneinander zu bieten. Dieser strategische „Drei-Klang“ adressiert die Kernforderung von Verteidigungsminister Boris Pistorius nach technologischer Souveränität. Während OHB die Agilität und Expertise im Satellitenbau einbringt und Rheinmetall die Systemintegration am Boden übernimmt, liefert Airbus die notwendigen Massenproduktionskapazitäten.

OHBs Auftragseingang soll sich beschleunigen. Umsatz dürfte um 20 % p.a. zulegen!
Analog zu Rheinmetall im Bereich der Landsysteme könnte OHB zum zentralen Akteur für militärische Weltrauminfrastruktur aufsteigen. OHB könnte einen Anteil von durchaus 25 % am gesamten SatcomBW-Projekt halten kann und damit seinen Auftragseingang beschleunigen. Dieser soll ohnehin von 2,1 Milliarden Euro auf jährlich 3 Milliarden Euro ansteigen. In der Folge prognostiziert NuWays eine Wachstumsrate von mindestens 20 % p.a. bis zum Jahr 2030 und darüber hinaus. Besonders attraktiv für Investoren ist dabei die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells: SatcomBW ist kein Einmalprojekt. Da die Lebensdauer der Satelliten in einer niedrigen Erdumlaufbahn (LEO) auf etwa fünf Jahre begrenzt ist, müssen die Systeme kontinuierlich erneuert und technisch aufgerüstet werden. Dieser strukturelle Ersatzzyklus sichert OHB langfristig planbare Umsätze. Die Aussicht darauf lässt die Aktie nun ausbrechen.

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